Nix zu tun für uns... aber wir lassen uns den Spaß nicht verderben!

2020/21

Wir haben leider die amtlichen Auflagen erhalten, karnevalistische Sitzungsformate mit Präsenzpublikum ind er laufenden Session zu unterlassen. Das machen wir gerne, weil wir an die Sinnhaftigkeit der Einschränkungen glauben. Ziel ist es, am 20. November 2021 wieder mit einer Prunksitzung in die närrische Zeit aufzubrechen. Bleibt gesund!

 

Aus dem Freizeit-Alltag des Literaten...

Et es wie et es. (§1 Kölsches Grundgesetz)

Obwohl ich noch nicht lange Literat des Vereins bin, glaubte ich tatsächlich, dass ich der Aufgabe der Programmgestaltung durchaus „locker“ gewachsen sei. Schließlich ist der Verein gut vernetzt in der Branche, ich wurde gut eingearbeitet und die Zutaten für eine tolle Karnevalssitzung sind ja meist die gleichen: Gute Musik zum Mitsingen und Tanzen, Redner, die unser Publikum in Ihren Bann ziehen, ein guter Schwung Akrobatik, dazu ein Schuss Nostalgie, eine Priese Nachwuchs etc.. So dachte ich also, dass ich mindestens noch diese Legislaturperiode locker überstehen würde. Doch quasi seit Äschermittwoch hann mr dr Salat – Corona ist da und stellt den Karneval auf den Kopf. Gefühlt ändern sich alle paar Wochen die Regeln (Corona-Schutzverordnung) und es gibt quasi stündlich so viele Neuigkeiten zu dieser Pandemie, dass selbst die Medien Themen links liegen lassen, die vor Corona allgegenwärtig waren (z.B. Greta)…. All das hat nicht nur weitreichende Änderungen in unser aller Privatleben hinterlassen, sondern es ist eine Existenzbedrohung für fast die ganze Veranstaltungs-„Industrie“ und auch der Karneval wird vermutlich noch lange brauchen, um wieder zu sein, wie er früher war.Diese neue Realität so anzunehmen, war vermutlich die schwierigste Aufgabe für alle erfahrenen Karnevalisten und die „dat wor ävver schon immer esu“-Traditionalisten - dennoch aber unausweichlich, denn nach dem Kölschen Grundgesetz müssen auch Karnevalisten den Tatsachen ins Auge blicken - §1 Et es wie et es. Im Frühsommer 2020, zu der Zeit in der ich mich normalerweise mit den Sitzungsprogrammen für 2021/22 beschäftigen sollte, war die Pandemie bereits voll im Gange. Dennoch haben meine „Lieferanten“, also Künstler und Agenturen, und ich uns noch hoffnungsvoll – und auch ein wenig blauäugig – auf den §3 berufen und gedacht „Et hätt noch immer jot jejange“, die Session wird schon nicht ausfallen. Doch je mehr wir uns in den Sommermonaten unserem Schicksal fügen mussten (§7 „Wat wellste maache?“), desto mehr reifte die Erkenntnis, dass wir alle Angst um die Session haben mussten. Da fiel es schon schwerer, sich a la §2 „Et kütt wie et kütt“ keine Sorgen zu machen. Wir mussten also umdenken und so haben wir fleißig Pläne gestrickt oder zumindest Szenarien skizziert, wie denn eine Sitzung unter Einhaltung von AHA-Regeln oder noch strengeren Vorschriften laufen könnte. Also z.B. ohne Kontaktsport (Tanzgruppen), mit weniger Publikum, mit weniger „Bewegung“ auf der Bühne, keine großen Einmärsche durch den Saal, Trennscheiben im 11er-Rat etc. pp.. Hierbei muss ich sehr lobend erwähnen, dass sich besonders die Künstler und Agenturen hierbei sehr flexibel gezeigt haben! Obwohl der Karneval an sich oft arriviert wirkt, so haben sich besonders diejenigen, die hiervon wirtschaftlich abhängig sind, sehr flexibel und offen für Neues gezeigt – denn §5 „Nix bliev wie et wor“.Mittlerweile ist klar, dass wir in dieser Session vermutlich noch nicht einmal eine kleine, halbwegs normale Sitzung werden durchführen können. Unsere großen Sitzungen werden nicht stattfinden. Um unser aller Gesundheit zu schützen (§8 „Mach et jot ävver nit ze off“) müssen wir also dieses Jahr Karneval-Fasten – und hoffentlich nur 1x Aussetzen. Damit aber niemand dieser „Nullrunde“ zu sehr nachtrauern muss, arbeiten wir gerade daran, die Programmpunkte aus 2020/21 nach 2022/2023 zu verschieben. Wir versuchen also §4 „Wat fott es es fott“ möglichst klein zu halten. Und da wir ja alle jecke Idealisten sind, arbeiten wir parallel auch noch an alternativen Veranstaltungsformaten, mit denen wir – falls es die Pandemie zulässt – noch in 2021 Karneval feiern möchten. Daher schon hier meine Bitte: Wenn wir im Jahr 2021, vielleicht auch in der Session 2021/22 anders Karneval feiern sollen oder müssen, verweigere man bitte nicht sofort das Neue, indem man §6 „Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.“ zitiert, sondern man stelle die Universalfrage nach §9 „Wat soll dä Quatsch?“. Dann wird hoffentlich ein jeder Jeck zu dem Ergebnis kommen, dass sich auch der Karneval und die Karnevalisten anpassen können und werden. Vielleicht sogar müssen. So stehen wir dann hoffentlich schon bald wieder gemeinsam an der Theke, singen „Drink doch ene met!“ (§10) – und schauen hoffentlich schmunzelnd in einigen Jahren auf 2020 zurück und sagen „Do laachste dich kapott“ (§11). Ich für meinen Teil werde die Programme so oft anpacken und umbauen, wie es die äußeren Umstände verlangen und Ihr, liebe KazianerInnen, zu unseren Veranstaltungen kommt! Für Wünsche und Anregungen stehe ich gerne zur Verfügung (literat@karnevalisten-zirkel.de).

Bleibt gesund, bis neulich,
Euer Literat
Henning Jahnke

Wir leben das Brauchtum und feiern dies mit Euch: Der KAZI Sitzungskarneval!

Liebe Närrinnen und Narren,

ich bin Ingo Thomas und war Euer Sitzungspräsident. Seit Februar 2019 darf ich mich sogar voller Stolz "Ehrensitzungspräsident nennen - als der ich vom Vorstand ernannt wurde.

Von November 2005 bis Mai 2017 hatte ich das Amt des Sitzungspräsidenten inne und hatte nie den Spaß verloren, Euch dabei Spaß zu bereiten.

An meiner Seite hatte ich in Johannes Wingenfeld nicht nur einen fähigen Literaten, sondern auch einen verlässlichen Stellvertreter. Nun ist er der neue erste Mann im Sitzungskarneval und ich finde, er macht die Sache sehr gut. Ich freue mich, dass ich im letzten Jahr noch einmal mit oben im Elferrat sitzen konnte, um mich von meinen Jungs ordentlich zu verabschieden. Dieses Jahr ist es aber so weit: ich freue mich auf meine Zeit als "gemeines Mitglied" im Zuschauerraum. Gemeinsam mit meiner Frau und meinen Freunden.

Es war mir eine Ehre, Euer Präsident sein zu dürfen!

Viele Grüße

Euer

Ingo Thomas
Ehrensitzungspräsident

Vom Tode erstanden und so vital wie nie: Der 11er-Rat aus Lohmar

In Köln hast Du als Redner immer die Lacher garantiert, wenn Du mit dem Elferrat Schabernack treibst. Der auserlesene Kreis der honoren Vereinsmitgleider in Köln sitzt da wie das Bundesverwaltungsgericht und guckt und guckt und manchmal klatschen oder lachen sie auch.

Da dauert es nicht lange, bis Sprüche kommen wie "Seit Ihr eigentlich wach da oben?" oder "Hah, da hat sich eienr bewegt!" Aber in Lohmar schmeißen die Redner solchje Kalauer schon aus dem Programm, während sie auf den eigenen Auftritt warten: denn unser Elferrat ist der aktivste im gesamten .... nun wollen wir mal nicht übertreiben. Die Jungs da oben geben alles und unseren Laden immer in Schwung und versprühen dabei einen Charme wie die Animateure im Robinson-Club - nur eben angezogen.

Der Elferrat ist eine handverlesene Truppe, die den Präsidenten während der Sitzung unterstützt. Egal in welcher Abteilung Du zu Hause bist , hier bist Du gefordert, hier geht es um Kondition und um die sichtbare Leichtigkeit des Seins.  Und eben nicht nur um Bier und Schaps.

Hier müssen Notizen gemacht werden, wer alles noch zu begrüßen ist, Blumenangebinde herangebracht werden, die der Präses dann verschenken kann, Wasser für die Tanzgruppen und Süßigkeiten für die Kinder gereicht weden... und mit den Leuchtstäben winken - auch das ist nicht zu unterschätzen. So mancher "Gast-Rat" hat schon wärhend der dreistündigen Fitness-Competition entkräftet aufgegeben.

Aber: mit genügend Kondition und solchen coolen Typen macht es einen Riesenspaß!